| Passwort vergessen?
Sie sind nicht angemeldet. |  Anmelden

Sprache auswählen:


Ich stelle mich kurz mal vor - Peter...
 1
 1
27.02.12 22:08
Peter 
27.02.12 22:08
Peter 

Ich stelle mich kurz mal vor - Peter...

Hallo Frank,
nun will ich mich erst mal in eurem Forum vorstellen: Auch ich war so wie du, Frank, als "IFA Spezialist", so wurden wir ja damals verkauft, zwischen 1983 und 1987 mehrfach in Angola tätig. Mein delegierender Kombinatsbetrieb war Multicar in Waltershausen. Benguela war mein hauptsächliches Einsatzgebiet, wo wir die Neufahrzeuge, welche in Lobito regelmäßig im Hafen ankamen, übernehmen mussten, um sie in den nächsten Wochen zum Verkauf an den angolanischen Partner vorzubereiten. In unserer gut ausgestatteten Werkstatt Manauto 100 arbeiteten an die 80 Angolaner an unserer Seite. Es war die Zeit in meinem Leben, die mich am meisten geprägt hat. Leider musste ich auf Grund gesundheitlicher Probleme meiner Frau, welche mit meinem Kind nicht mehr länger zu Hause allein bleiben konnte, mich Ende 1987 von der weiteren Reisetätigkeit befreien lassen. Meine Tätigkeit im Kundendienst wurde daraufhin auch beendet, da man an mir nun kein Interesse mehr hatte. Den Afrikavirus habe ich aber nie wieder losbekommen. Alles verglich ich von nun an mit der Zeit in Angola. Aber die Zeit bleibt nicht stehen. Irgendwann kam die Wende, endlich die D-Mark, dann die Kündigung. Glück im Unglück, neuer Job bei Opel in Eisenach und viele Jahre Alltag. Den Kontakt zu einigen ehemaligen Benguelafreunden habe ich nie abreißen lassen und auch nicht den Traum aufgegeben, irgendwann noch einmal Angola privat zu bereisen. Leider ist das bisher gescheitert. Ich habe jahrelang immer wieder alle Reiseveranstalter auf Messen abgeklappert, aber immer Fehlanzeige. Unklare politische Verhältnisse und fehlende Infrastruktur in Angola helfen nicht gerade dort einen Tourismus aufzubauen. Letztes Jahr im Oktober kam die Wende: Ein Schreiben von ROTEL TOURS. Auch bei denen hatte ich mich vergeblich nach Angolareisen erkundigt. ROTEL TOURS ist ein weltweit agierendes Reiseunternehmen auf Campingbasis. Abenteuer pur. War 2007 mit ROTEL in Marokko. Unbeschreiblich. Dieses Schreiben erhielt die Info, dass ROTEL TOURS 2012 im November erstmals von Namibia aus in einer 16 tägigen Pionierreise plant, von Windhoek aus über den Etosha Nationalpark vorbei an den grandiosen Epupa Fällen, entlang dem Kunenegrenzfluß von Süden aus nach Angola über die Grenze zu kommen. Auf der Strecke liegen dann bei Lubango noch Tunda Vala und der Sera de Leba Pass. Benguela ist auch wie der Kisama Nationalpark als Highlights aufgeführt. Von Luanda dann der Rückflug. Keine Sekunde hab ich gezögert und mich, zusammen mit einem guten Freund aus Großbeeren für die Reise angemeldet. Wenige Tage später das Aus. Die Kapazität von max. 20 Pers. ist bereits ausgebucht. Nein, Telefonate, Briefe und viele Bitten halfen und wir sind nun doch dabei. Bis Nov. ist noch ne Menge Zeit, aber die innere Unruhe arbeitet an mir, so sehr freue ich mich Angola nach 25 Jahren wiedersehen zu dürfen.
Viele Grüße Peter

04.03.12 19:54
Franke 

Administrator

04.03.12 19:54
Franke 

Administrator

Re: Ich stelle mich kurz mal vor - Peter...

Hallo Peter,

erst einmal vielen Dank für Deine tollen Fotos die Du hier in der Bilder-Galerie eingestellt hast.
Ich kann mich noch gut erinnern, ihr Waltershausener Multicar Spezialisten habt immer einen kleinen Zwischenstopp in Manauto 5 eingelegt und dann ging es weiter nach Benguela.
Also kennen wir uns aus dieser Zeit, wenn auch nur kurz, mit Sicherheit.

Den Afrika Virus den werden wir Alle nicht wieder los. Ich hatte das große Glück 2005 über eine Hilfsorganisation im Süden Angolas, im Bezirk Kunene, zu arbeiten. Es war mit Abstand die schönste Zeit in meinem Leben. Angola hat sich nicht verändert und dennoch ist alles anders geworden. Das Land hat seinen Neuanfang geschafft und wird sich in den nächsten Jahren explosionsartig entwickeln. Einfach nur toll das ich dass miterleben durfte.
Übrigens Deine Rotel-Tours hat bei uns immer Zwischenstopp gemacht, in Oncocua. Es waren immer so um die 12 Fahrzeuge die aus Namibia- Ruacana kommend nach ca. 150 Km bei uns in Oncocua den ersten Halt machten. Naja, da hat sich nicht viel geändert...die mussten sich im Gouverno anmelden und den weiteren Reiseverlauf bestätigen lassen. Dann ging es weiter nach Lubango und weiter nach Namibe.
Die Etosha ist schon allein eine Reise wert. Der Norden Namibias ist flach und etwas kahl...aber wenn Du den Grenzort Ruacana anfährst und einen kleinen Hügel überquerst...
unbeschreiblich...vor Dir breitet sich Angola aus, Berge und Grün in der Regenzeit, die Wasserfälle vom Cunene...da stockt Dir der Atem. (unser Angola )
Schade das s es bei Dir nicht geklappt hat...
Ich möchte auch noch einmal zurück nach Angola, aber ob es je wieder klappen könnte?

Toll dass Du Dich hier im Forum angemeldet hast

Wir hoffen noch einiges von Dir zu hören und zu sehen aus Deiner Zeit in Benguela...

Vielen Dank
Gruß Frank

Zuletzt bearbeitet am 04.03.12 20:03

13.03.12 21:51
Rosso 
13.03.12 21:51
Rosso 

Peters schöne Reise

Hallo Peter,

Glückwunsch zu deiner Reise nach Angola. Dieses Land hat mir auch sehr viel gegeben.
Wenn du in Sumbe vorbeischaust muss Du unbedingt baden gehen. Die Wellen da waren unglaublich (besonders bei Vollmond).
Wir hatten ab und an kein Wasser und haben uns im Meer waschen müssen.
Wir sind von dort aus ins Landesinnere gefahren auf eine kleine Farm (Qinta nannten sie diese). War ein wunderbares Erlebnis mit defekten Stossdämpfern und nur an der Vorderachse funktionierenden Bremsen , dafür hat der Blick auf die Weite Angolas alles wieder gut gemacht.
Wir haben dort im Fluss gebadet und die Bananen von den Stauden geschlagen (dabei hätte ich mir fast den Daumen mit der Katana abgeschlagen).
Wenn das Höffner und Konsorten gewusst hätten. Höffners Haus habe ich einmal mit einem Kollegen in seiner Abwesenheit besetzen müssen (incl. Lada)
Ein Kollege von mir arbeitet zur Zeit in Luanda, der teuersten Stadt der Welt. Er ist im Norden und sagt er benötigt 2 bis 3 Stunden um an die Strände im Süden zu kommen so stark ist das Verkehrsaufkommen.

Gruss René

 1
 1
Stossdämpfern   Zwischenstopp   funktionierenden   hauptsächliches   Reiseunternehmen   gesundheitlicher   Benguelafreunden   Verkehrsaufkommen   Unbeschreiblich   Reisetätigkeit   Reiseveranstalter   Bilder-Galerie   ausgestatteten   Kunenegrenzflu߿Waltershausener   Hilfsorganisation   Kombinatsbetrieb   Infrastruktur   explosionsartig   vorzubereiten