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Teil 1: Wie alles begann.
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05.06.11 18:53
Franke 

Administrator

05.06.11 18:53
Franke 

Administrator

Teil 1: Wie alles begann.

1956 habe ich als Kind vom Alexanderplatz im alten Scheunenviertel den ersten Lichtkontakt zu meiner neuen Umgebung Berlin bekommen. Ich bin in Ostberlin, auch nach dem Mauerbau 1961, aufgewachsen. Unbeschwert und mit den Vorzügen der Hauptstadt der DDR hatte ich eine recht sorglose Kindheit durchlebt. Schule, Lehre als Sanitär Installateur, geheiratet und einen Sohn bekommen.

Ich war damals mehr als zehn Jahre „DJ“ in den besten Jugendclubs der Hauptstadt und recht erfolgreich. Neben meiner Arbeit lebte ich für jede Veranstaltung und war ständig damit beschäftigt, die neueste Musik vom Sender Rias Berlin per Tonband aufzunehmen, für die nächste Disco. Die Berliner Mauer haben wir nicht sonderlich wahrgenommen. Die Millionenstadt Berlin hatte ihren eigenen Charme und war für uns der Mittelpunkt der Welt.

Doch 1983 sollte sich das Blatt etwas wenden. Ich war Familienvater, Disco war out und mein Betrieb, der zum Kombinat IFA gehörte, suchte Kundendienstmonteure. IFA verkaufte den LKW W50 weltweit. Die suchten Serviceleute, sogar mit Familie. Ups...da gab es ja doch noch etwas hinter der Berliner Mauer. Also habe ich mich 1982 gleich mit Familie für einen Einsatz in Angola beworben.

Ausbildung zum KFZ-Schlosser, Sprachschule Portugiesisch an der Humboldt Uni, diverse Kurse und Vorbereitungen auf den Auslandseinsatz, Führerschein für Lkw...
Auch meine Frau hatte von der Sprachausbildung bis hin zu vielen Lehrgängen einiges durchgemacht.

Dann kam das Aus für uns! Unser Sohn wurde krank, und an ein Auswandern mit Familie war nicht mehr zu denken. Meine erste Reaktion war: Dann bleibe ich auch hier!
Meine Frau hat auf mich eingeredet ohne Ende. Es war eine einmalige Chance, endlich einmal raus aus der DDR zu kommen, auch wenn nur einer von uns die Möglichkeit hatte, Afrika, Angola zu erleben...

1984 stand ich dann am Schalter der Interflug am Flughafen Schönefeld.
Im Gepäck viele Tütensuppen, zwei Mettwürste und ein paar Konserven aus der Büchse. Und Null Ahnung, was da überhaupt auf mich zukommt.
Wie kommt man in einer völlig fremden Welt überhaupt an? Warum sieht alles so anders aus? Was kommt auf mich zu...

Und hier fängt meine Geschichte erst an. Mein Afrika, mein Angola

Teil 2: Ankunft in Luanda

Danke
Franke

Zuletzt bearbeitet am 05.06.11 18:56

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